Die Bachgrundschule stellt sich vor

QA Ergebnisse

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Vom 04.-06.02.2020 wurde unsere Schule durch die Bezirksregierung Arnsberg geprüft. Die QA (Qualitätsanalyse) überprüft die Arbeit aller Schulen.

Zahlreiche Interviews mit Kindern, Eltern, Lehrkräften und OGTS-Personal wurden geführt - DANKE an alle, die daran teilgenommen haben. Die Prüferinnen besuchten den Unterricht in allen Fächern und Stufen, haben das Schulgebäude besichtigt, alle Dokumente und Aufzeichnungen eingesehen und unsere Schule auf Herz und Nieren durchleuchtet.

Die Bewertungsstufen sind

++Das Kriterium ist beispielhaft erfüllt.
+Das Kriterium ist erwartungsgemäß erfüllt.
-Das Kriterium ist in ersten Ansätzen erfüllt.
--Das Kriterium ist überhaupt nicht erfüllt.

Insgesamt wurden 44 Kriterien untersucht. Davon wurden 33 mit einem Doppelplus (++), dem Exzellenzbereich, bewertet und 11 Kriterien mit einem Plus (+). So ein hervorragendes Ergebnis erreichen nicht viele Schulen - das ist nur möglich mit einem tollen, multiprofessionellen Team!

Seien wir ehrlich – unsere Schule hat nicht den besten Ruf. Über 80% Migrationsanteil, über 70% der Eltern mit sozialen Hilfeleistungen, jahrgangsübergreifender Unterricht in der Schuleingangsphase, Lernzeit statt Hausaufgaben, offener Anfang in der ersten Unterrichtsstunde.

Nun ist es offiziell: Ja, wir arbeiten anders und genau das macht uns für alle Kinder zu einer sehr guten Schule.

Wir leisten vorbildliche Arbeit, was nun offiziell bestätigt ist. Nur wenige Familien nahmen das bisher im Stadtteil Wickede wahr und Befürchtungen und Vorurteile prägen bis heute die Meinung über unsere Schule. Dieser Bericht wird das hoffentlich ändern, denn die Ergebnisse sind hervorragend. Sobald der Bericht komplett vorliegt und in allen Gremien vorgestellt wurde, wird er auf unserer Homepage veröffentlicht.

Unsere Stärken:

  • respektvolles und wertschätzendes Schulklima/ Erziehungskonzept/ Schulsozialarbeit
  • Ausrichtung der Arbeit an den Bedürfnissen der Kinder
  • Konzepte mit steuernder Wirkung
  • vernetzte Zusammenarbeit im Rahmen des Offenen Ganztags
  • engagierte und multiprofessionelle Zusammenarbeit/ vorbildliches Arbeitsklima
  • verantwortungsvolles und strukturiertes Handeln der Schulleiterin

Fühlen Sie sich herzlich eingeladen, um sich selbst von unserer Arbeit zu überzeugen.

Sie können sehr gerne hospitieren – ein Anruf genügt!

Herzliche Grüße vom Team der Bach-Grundschule

Schulleben in der Bachgrundschule

Wir nutzen Diversität als Chance. Unterschiedliche Begabungen, Stärken und Schwächen, Nationalitäten und Kulturen finden gleichwertig Berücksichtigung in unserem Schulalltag.

Seit dem Schuljahr 2019/2020 verfügen wir über zwei Sozialpädagogische Fachkräfte für die Schuleingangsphase (SoFas), die in den vier Eingangsklassen eingesetzt werden. Darüber hinaus haben wir alle sechs Erzieher*innen des Offenen Ganztags fest sechs Klassen zugeordnet (vgl. Referenzrahmen Schulqualität 3.3.2). Die Klassenleitung und die OGT-Kraft arbeiten im Tandem, was in der Praxis bedeutet, dass die/der Erzieher*in sich mit seiner Expertise einbringt und die Kinder in einer Kleingruppe in den Bereichen Psychomotorik, Feinmotorik, Spiele zur Sprachförderung fördert.

Die SoFas und die Sonderpädagoginnen (Sopäds) sind jeweils festen Lerngruppen zugeordnet und unterstützen die Lehrkräfte. Die Schulsozialarbeiterin ist ebenfalls Ansprechpartnerin für alle Kolleg*innen und arbeitet aktiv im Team mit, wenn sie angefragt wird.

Die Honorarkräfte, die im Offenen Anfang eingesetzt werden, fördern ebenfalls gezielt je nach Expertise die Schüler*innen. So bietet z.B. ein Trainer im Offenen Anfang Handball an und eine studierte Medien- und Kunstexpertin fertigt im Werkraum mit den teilnehmenden Kindern unterschiedliche Exponate aus verschiedenen Materialien an.

Das gesamte Schulkollegium bildet ein multiprofessionelles Team (siehe Leitsatz E2), bei der die Schulsozialarbeit die Rolle der Vernetzung inner- und auch außerhalb der Schule zukommt. Folgende Schwerpunkte sind uns innerhalb des Erziehungsauftrags besonders wichtig:

  • gemeinsames Erarbeiten von Regeln und Konsequenzen,
  • soziales Miteinander,
  • Lernen durch positive Bestärkung,
  • Anerkennung und Wertschätzung von Unterschiedlichkeit,
  • Gesundheitserziehung,
  • Umwelterziehung.

Offener Anfang

Um den Bedürfnissen unserer Schüler*innen und Familien gerecht zu werden (vgl. Referenzrahmen Schulqualität 3.4.1, 3.5.2) (siehe Leitsatz A), ist seit dem Schuljahr 2012 die erste Stunde als „Offener Anfang“ fest installiert. Die Schüler*innen entscheiden mit ihren Eltern, ob sie die Angebote wahrnehmen oder zum Unterrichtsbeginn um 8.45 Uhr kommen.

Folgende Angebote stehen in Form von Arbeitsgemeinschaften zur Verfügung:

  • Fußball-AG: fester Teilnehmer*innenkreis
  • Turn- AG: fester Teilnehmer*innenkreis
  • Streitschlichter-AG: Gruppe besteht aus Dritt- und Viertklässler*innen

Die Sportgruppen nehmen an Schulwettkämpfen teil, sodass hier Gruppen mit feststehenden Teilnehmerinnen und Teilnehmern sinnvoll sind. Hinzu kommt, dass die Turnhalle mit einer Nachbarschule gemeinsam genutzt wird und die Halle nicht durchgängig zur Verfügung steht.

Angebote, die täglich neu zur Auswahl stehen:

Frühstücksraum - Ungefähr 15% der Schüler*innen bringen ihr Frühstück mit in die Schule, da sie zu Hause aus unterschiedlichen Gründen nicht gefrühstückt haben. Im Notfall steht für Kinder, die weder zu Hause etwas gegessen noch etwas mitgebracht haben, etwas bereit. Dieses Angebot ist das bei den Kindern beliebteste. Sie genießen die gemeinsame Mahlzeit mit Freundinnen und Freunden. Gruppenraum - In diesem Raum sind Spielecken vorhanden, in denen die Kinder mit unterschiedlichen Materialien bauen oder mit der Kinderküche spielen. Des Weiteren sind Kartenspiele sowie Tischspiele vorhanden. Ein angrenzender Raum darf von einer Kleingruppe genutzt werden.

Bücherei - Bücher für alle Jahrgangsstufen stehen bereit. Die Schüler*innen entscheiden frei oder bitten um Beratung. Es wird auch vorgelesen, sodass auch Erstklässler/innen Zugang zu Büchern finden können.

Verbindungsraum - Gesellschaftsspiele, Kartenspiele, Puzzle und Strategiespiele werden von den Kindern gerne angenommen.

Gymnastikraum - Ihrem Bewegungsdrang nachkommen können die Schüler*innen in unterschiedlichen Spielen. Hier besteht bei vielen Kindern, insbesondere bei den Jungen, ein hoher Bedarf.

Werkraum - Jeden Tag haben die Schüler*innen die Möglichkeit, mit unterschiedlichen Materialien kleine Werke zu schaffen. Unter Anleitung lernen sie mit Handwerkzeugen und unterschiedlichen Materialien umzugehen.

„Lila“ - Eine kleine Gruppe von Kindern hat einmal wöchentlich die Möglichkeit, zur Schulsozialarbeiterin zu gehen, um sie und den Schulhund besser kennenzulernen. Die Angebote im Offenen Anfang werden von Mitgliedern des Lehrerkollegiums, Erzieher*innen aus dem OGT, der Schulsozialarbeiterin und von Honorarkräften durchgeführt. Die Kinder ohne bzw. mit wenig Deutschkenntnissen nehmen drei Mal wöchentlich an einer Sprachförderstunde im Offenen Anfang teil. Zusätzlich dazu gibt es eine Förderstunde im Bereich LRS.

Offener Ganztag

In der Bach-Grundschule werden seit 2003 Schulkinder im Rahmen der Offenen Ganztagsschule betreut und gefördert. Zurzeit nehmen circa 100 Kinder teil. Als Grundlage dienen der Runderlass „Offene Ganztagsschule im Primarbereich“ des Ministeriums für Schule und Weiterbildung vom 23.12.2010 und die Rahmenvereinbarung der Stadt Dortmund zwischen Schule und Träger vom Juli 2011. Der Träger der Maßnahme ist Pari-Sozial, eine Tochtergesellschaft des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes.

Der Offene Ganztag befindet sich im Schulgebäude und ist sowohl über einen separaten Eingang als auch durch das Schulgebäude zu erreichen. Er verfügt über einen Speiseraum mit angrenzender Küche, einen Bewegungsraum in Klassengröße und drei Gruppenräumen.

Außerdem gehört ein abgetrennter Garten dazu, in dem die Kinder sich frei bewegen und spielen sowie Blumen pflanzen und Gemüse ziehen können. Zusätzlich wird der Schulhof genutzt. Darüber hinaus stehen dem Offenen Ganztag nach Unterrichtsschluss alle Räumlichkeiten der Schule zur Verfügung. Obst, Gemüse, Wasser und eine ausgewogene Mittagsmahlzeit stehen auf dem täglichen Speiseplan. Wir pflanzen Gemüse an, pflegen, ernten und verzehren es. Das Mittagessen wird von 13.15-14.00 Uhr eingenommen. Anschließend finden von 14.00-14.45 Uhr die Arbeitsgemeinschaften statt, die entweder von Lehrer*innen und Erzieher*innen oder außerschulischen Partner*innen angeboten werden (siehe Leitsatz F1).

Schulsozialarbeit

Seit April 2016 steht die Diplom-Sozialpädagogin Bianca El Kaleb als Schulsozialarbeiterin an der Bach-Grundschule zur Verfügung (siehe Leitsatz A). Schulsozialarbeit wirkt sowohl vorbeugend als auch bei konkreten Anlässen und ist ein Bindeglied zwischen Schule und Jugendhilfe (vgl. Referenzrahmen Schulqualität 5.7).

Die Gespräche mit der Schulsozialarbeiterin sind stets freiwillig, vertraulich, transparent und verbindlich.

Die Arbeitsschwerpunkte sind: Dialogische Beratung und Begleitung für Kinder (und Eltern)/ Schaffung eines Sicheren Ortes/ Pädagogische Gruppenangebote in Klasse 4: Erlebnispädagogik, Selbständigkeitstraining, „Umsonst & Draußen“/ Umsetzung des Bildungs- und Teilhabepaketes: Beratung und Unterstützung, Anspruchsfeststellung, Ausfüllen der Anträge/ Begleitung/ Einzelfallarbeit: Gespräche, Streitschlichtung, Unterstützung, Hausbesuche, Begleitung zu Ämtern, Ärzten, Schulen, Beratungsstellen/ Schulinterne Zusammenarbeit: Unterstützung und Austausch/ Stadtteilarbeit: Verbindung und Austausch mit sozialen Einrichtungen, Schulen, Kindergärten, Vereinen im Stadtteil/ Zusammenarbeit mit Schulhündin Lila/ Elterntreff/ Teilnahme mit Kindern der Klasse 4 und dem Elterntreff am Pfingstcamp der Naturfreunde e. V. in Schwerte / Sommerferienprojekt für die kommenden Schülerinnen und Schüler. Weitere Informationen dazu finden sich im Konzept zur Schulsozialarbeit.

Elterntreff

Seit September 2017 gibt es an der Bach-Grundschule das Pilot-Projekt „Elterntreff“. Der Elterntreff findet dienstags und donnerstags von 8:00 bis 10:00 Uhr statt. Es wird gemeinsam gefrühstückt (Beziehungsarbeit) und dabei werden Themen wie bspw. Erziehung/ Schule/ Familie/ Partnerschaft/ Schwangerschaft/ Gesundheit/ Flucht/ Schulden/ Behörden besprochen. Frauen mit privaten Anliegen gehen zum Gespräch in das Büro der Schulsozialarbeiterin. In den Ferien gibt es statt der Treffen in der Schule gemeinsame Ausflüge (Wunsch der Eltern). Auf Wunsch der Frauen hat die Bach- Grundschule in Kooperation mit der Volkshochschule einen Integrationskurs (mit Kinderbetreuung) installiert (siehe Leitsatz A).

Schüler*innengesundheit

An unserer Schule legen wir großen Wert auf eine ganzheitliche Gesundheitsförderung, indem wir unseren Schüler*innen ein Bewusstsein für einen gesunden Lebensstil vermitteln (vgl. Referenzrahmen Schulqualität 3.5.1). Dies stellen wir sicher, indem unseren Schüler*innen zum einen täglich frisches Schulobst zur Verfügung gestellt wird, das die Kinder eigenverantwortlich in die Klassen bringen und dort auch mit zubereiten (vgl. Referenzrahmen Schulqualität 1.1.2). Zum anderen werden die Schüler*innen an unserer Schule für eine gesunde Ernährung sensibilisiert, indem im Rahmen des Sachunterrichts als Querschnittsthema „Gesundes Frühstück“ thematisiert wird. Zusätzlich dazu besucht uns einmal im Jahr eine Zahnärztin, die „Zahnfee“. Auch sie vermittelt unseren Schüler*innen Aspekte gesunder Ernährung, zeigt ihnen die richtige Zahnputztechnik und bespricht mit ihnen den Aufbau der Zähne. Da für einen gesunden Lebensstil auch ausreichend Bewegung unerlässlich ist, führt unsere Schule seit dem Schuljahr 2018/19 das Projekt „Klasse 2000“ durch. Neben der Integration verlässlicher und regelmäßiger Bewegungsangebote in den Schulalltag (vgl. Referenzrahmen Schulqualität 3.5.2) ist ein weiteres Ziel dieses Projekts die Kooperation mit externen Partnern (vgl. Referenzrahmen Schulqualität 3.5.1). Die vorrangigen Elemente des Programms sind insbesondere Atmung und Entspannung sowie Bewegung und Bewegungspausen. Das Projekt wird gemeinsam mit den Klassenlehrer*innen und einer externen Gesundheitsförderin geplant, durchgeführt und am Ende eines Schuljahres mittels Gesprächen evaluiert. Dabei wird vor allem betrachtet, wie sich das Projekt auf den Unterrichtsalltag und die persönliche Entwicklung einzelner Schüler*innen ausgewirkt hat (vgl. Referenzrahmen Schulqualität 2.1.1). Neben diesem Projekt werden zudem wöchentlich im Rahmen von Arbeitsgemeinschaften außerunterrichtliche Bewegungsangebote gemacht. An unserer Schule gibt es dazu im Offenen Anfang die Möglichkeit, den Gymnastikraum, die Fußball-AG und die Handball-AG zu besuchen oder an der AG „Ringen und Raufen“ teilzunehmen. Da sich unsere Flure nicht für bewegungsfreudige Pausen eigenen, wird die große Pausenhalle dazu genutzt, z.B. gemeinsame Spiele wie „Fischer, Fischer“ zu spielen oder im Musikunterricht Tänze einzustudieren, um dem Bewegungsdrang der Kinder auch außerhalb der regulären Pausen gerecht zu werden. Der Gymnastikraum kann ebenfalls dazu genutzt werden, bei Bedarf den Kindern eine Möglichkeit zu bieten, „bewegt“ zu lernen. Der Besuch der dritten Schuljahre in der Jugendverkehrsschule im Fredenbaumpark gehört auch zur Förderung der Schülergesundheit (vgl. Referenzrahmen Schulqualität 3.6.1). Hier können unsere Schüler*innen im geschützten Raum Fähigkeiten beim Roller- oder Radfahren erlernen, die sie im Straßenverkehr zu souveränen Teilnehmer*innen ausbilden sollen (siehe Leitsatz C, F3).

Das Leitbild der Bachgrundschule

A Besonderes Profil der Schule

  • Wir sind alle verschieden.
  • Wir nehmen Interessen und Bedürfnisse der Kinder und ihrer Sorgeberechtigten wahr.
  • Wir fördern die Stärken und das Miteinander der Kinder.

B Erziehung und Werte

  • Wir erziehen unsere Schüler*innen zu selbstständigen, reflektierenden und weltoffenen Persönlichkeiten.

C Schulleben

  • Wir gestalten unser Schulleben vielfältig, demokratisch und kreativ.
  • Positive Gemeinschafts- und Selbsterfahrung in unterschiedlichen Bereichen
  • Möglichkeit der Mitgestaltung und –bestimmung des Schullebens
  • Wir helfen unseren SuS ihre individuellen Talente und Interessen zu entdecken sowie weiter zu entwickeln
  • Die pädagogischen Kräfte praktizieren einen Austausch von Unterrichtsangeboten sowie kreativen Ideen und unterstützen sich gegenseitig durch die Arbeit in Teams
  • Alle am Schulleben Beteiligten tragen zu einem positiven Klima bei

D Unterricht

D1 Wir bieten eine differenzierte Lernumgebung für individuelles Lernen.
  • Wir nehmen die unterschiedlichen Lernvoraussetzungen der Schülerinnen und Schüler wahr und handeln entsprechend
  • Wir bieten zunehmend offene Lernformen an
  • Wir streben eigenverantwortliches Lernen an
  • Wir möchten die Lernfreude der Kinder wecken und erhalten
D2 Wir stärken die Arbeitshaltung der SuS
  • Unterschiedliche Sozialformen
  • Vielfältige Übungsmöglichkeiten
  • Behutsames Heranführen an die Notengebung
  • Reflektion von Arbeitsphasen

E Interne Zusammenarbeit

  • Wir gehen respektvoll und wertschätzend miteinander um.
  • Wir arbeiten gemeinsam als Team.

F Externe Zusammenarbeit

  • Wir kooperieren mit ortsansässigen Sportvereinen, Kulturzentren, der Jugendfreizeitstätte und dem Ortsteil Wickede.
  • Wir bemühen uns, außerschulische Partner für besondere Aktivitäten zu gewinnen.
  • Wir arbeiten mit städt. Ansprechpartnern zusammen, um schulische Projekte durchführen zu können.

G Öffentlichkeitsarbeit

  • Wir legen Wert auf eine regelmäßige Zusammenarbeit mit Kita´s, Kirchen und Nachbarschulen.
  • Wir bemühen uns, wichtige Informationen für Eltern in verschiedenen Sprachen anzubieten.

Erziehung in der Bachgrundschule

Gemeinsame Regeln

Im Schuljahr 2017/2018 wurde ein pädagogischer Ganztag zum Thema „Umgang mit Kindern mit herausforderndem Verhalten“ durchgeführt. Mit Unterstützung der Schulpsychologischen Beratungsstelle für die Stadt Dortmund wurde das Thema bearbeitet. Das Ergebnis war die Festschreibung von jeweils drei verbindlichen Klassen- bzw. Schulregeln. In allen Lerngruppen hängen die Regeln unterstützt durch Visualisierungen aus. Jede Lerngruppe kann die Regeln nach Bedarf erweitern. Im Schuljahr 2018/2019 wurden einheitliche Konsequenzen von Fehlverhalten festgelegt und in den Lerngruppen besprochen. Auch sie sind in den Klassenräumen für alle sichtbar (vgl. Referenzrahmen Schulqualität 3.1.1, 3.1.2, 3.2.1) (siehe Leitsatz B).

Die einheitlichen Klassenregeln lauten:

  • Ich melde mich und warte bis ich aufgerufen werde.
  • Ich arbeite leise.
  • Ich bleibe auf meinem Platz.

Die Schulregeln der Bachgrundschule lauten:

  • Ich verhalte mich respektvoll.
  • Ich begegne anderen gewaltfrei.
  • Ich gehe mit allen Dingen in der Schule ordentlich um.

Die Regeln und Konsequenzen stehen ebenfalls im Logbuch (größtmögliche Transparenz für Eltern).

Demokratische Erziehung

Die Schüler*innen erfahren demokratisches Handeln als Grundlage des alltäglichen Lebens. Dies wird durch die Wahl der Klassensprecher*innen und deren Vertreter*innen umgesetzt. Darauf bauen weitere demokratische Organisationsformen wie Klassenratssitzungen und das Schülerparlament auf (vgl. Referenzrahmen Schulqualität 3.1.3). Die Schulleiterin trifft sich regelmäßig mit den Kindern im Schülerparlament. Hier bringen die Klassensprecher*innen die in ihren Lerngruppen besprochenen Themen ein, aber auch die Schulleitung stellt Dinge, wie z.B. das Motto des Monats zur Diskussion. Gemeinsam werden Lösungen für aktuelle Probleme gesucht und die Klassensprecher*innen sorgen dafür, dass die Inhalte des Schülerparlaments in die Klassen transportiert werden. Mehrfach wurde zum Beispiel in diesem Gremium die hygienische Situation der Toiletten besprochen oder das Fehlen einer Schaukel sowie Regeln, die die Nutzung unserer Spielgeräte auf unserem Schulhof betreffen (siehe Leitsatz C).

Individuelle Förderung in der Bachgrundschule

Sozialpädagogische Arbeit in der Schuleingangsphase

Im Rahmen der multiprofessionellen Teams an den Grundschulen verfügt die Bach-Grundschule über zwei Sozialpädagogische Fachkräfte in der Schuleingangsphase. Diese bringen ihre sozialpädagogischen Kompetenzen in die Schule, in den Schulentwicklungsprozess und bei der Weiterentwicklung des Schulprogramms ein. Zu den Tätigkeitsbereichen der Sozialpädagogischen Fachkräfte gehört, nach Ermittlung von Lernausgangslagen der Schüler*innen in Kooperation mit den Lehrkräften und Sonderpädagogen, die Mitwirkung bei der Erstellung von Förderplänen für die einzelnen Schüler*innen (siehe Leitsatz E2).

Die Kernaufgabe besteht in der Planung und Durchführung gezielter Fördermaßnahmen mittels innerer und äußerer Differenzierung bei Kindern, deren Fähigkeiten, Fertigkeiten oder Verhaltensweisen Entwicklungsrückstände aufweisen. Gefördert wird u.a. in den Bereichen Wahrnehmung, Motorik, Feinmotorik, Sprache, Grundlagen der mathematischen Bildung, sozial-emotionale Kompetenz, logisches Denken, Konzentration und Ausdauer (vgl. Referenzrahmen Schulqualität 2.3.2).

Beide Sozialpädagogische Fachkräfte der Bach-Grundschule sind zertifizierte Trainerinnen des Marburger Konzentrationstrainings. Organisiert wird die Förderung in: Einzelförderung, Kleingruppe oder als unterrichtsbegleitende Förderung. Zusätzlich werden die Schüler*innen durch die Anwesenheit der Sozialpädagogischen Fachkräfte im Unterricht begleitet mit dem Ziel der Unterstützung und Stabilisierung.

Die Unterrichtsbegleitung sowie die individuelle und differenzierte Förderung tragen dazu bei, dass Förderziele erreicht werden. Die Sozialpädagogischen Fachkräfte kooperieren mit außerschulischen Institutionen, wie z.B. den Kindertagesstätten, um den Übergang von der Kita zur Grundschule zu erleichtern (siehe Leitsatz G). Des Weiteren unterstützen sie die Lehrkräfte bei der Elterninformation und -beratung (vgl. Referenzrahmen Schulqualität 2.5.3).

Präventive Förderung

Präventive Förderung ergibt sich aus der individuellen Förderung, die im Schulgesetz NRW (§ 1) für alle Lehrkräfte verbindlich festgeschrieben ist. Die Erfolge der individuellen Förderung werden regelmäßig evaluiert (vgl. Referenzrahmen Schulqualität 2.4.2).

Wird dabei deutlich, dass diese individuellen Fördermaßnahmen für bestimmte Kinder nicht bzw. nicht ausreichend greifen, werden in multiprofessionellen Teams (je nach Sachlage: Grundschullehrkräfte, Sonderpädagoginnen, sozialpädagogische Fachkräfte in der Schuleingangsphase, Schulsozialarbeiterin, außerschulische Partner) Schwerpunkte sowie Zeitrahmen der präventiven Förderung festgelegt (vgl. Referenzrahmen Schulqualität 2.6.1, 2.6.2 und 3.2.1).

Diese präventive Förderung unterstützt Schüler*innen mit Teilleistungsschwächen, Lernrückständen in einzelnen Fächern sowie erhöhtem Unterstützungsbedarf in einem oder mehreren Entwicklungsbereichen. Besteht über die präventive Förderung hinaus weiterhin Förderbedarf (z.B. in den Bereichen Kognition, Lernverhalten, Emotionalität, Wahrnehmung, Kommunikation, Motorik, Sozialverhalten) kommt präventive sonderpädagogische Förderung zum Tragen (vgl. Referenzrahmen Schulqualität 2.6.1, 2.6.2 und 3.2.1).

Diese wird im Klassenverband und ggf. auch in temporären Lerngruppen durchgeführt. Verantwortlich für Planung und Durchführung sind die multiprofessionellen Teams (siehe oben).

Ein weiterer fest verankerter Punkt der präventiven Förderung an der Bach-Grundschule ist die regelmäßige Durchführung des „Lubo-Programms“ zur Steigerung der Sozialkompetenz in den jahrgangsübergreifenden Eingangsklassen. Dies erfolgt mit dem gesamten Klassenverband, unabhängig vom individuellen Unterstützungsbedarf der einzelnen Kinder.

Stellt sich heraus, dass bisher ergriffene präventive Fördermaßnahmen nicht ausreichend sind, wird die Überprüfung auf Feststellung des sonderpädagogischen Unterstützungsbedarfs (AOSF) eingeleitet. Dies geschieht unter Federführung der Klassenlehrkraft mit beratender Unterstützung der Sonderpädagogin (siehe Leitsatz A, Leitsatz C).

Gemeinsames Lernen

Gemeinsames Lernen bedeutet, dass alle Kinder befähigt werden müssen, gemeinsam zu lernen. In der Praxis heißt dies, dass Kinder mit und ohne (sonderpädagogischen) Unterstützungsbedarf gemeinsam unterrichtet werden (vgl. Referenzrahmen Schulqualität 2.6.1). In diesem Abschnitt beschränken wir uns auf die Arbeit mit Kindern mit festgestelltem sonderpädagogischen Unterstützungsbedarf.

Grundsätzlich werden zwei Arten der Unterstützung unterschieden: Zieldifferente Förderung bedeutet, dass sich das Lernen der Schüler*innen nicht an den Kompetenzerwartungen der allgemeinen Schule orientiert, sondern an den Kompetenzerwartungen der Lehrpläne des jeweiligen Förderschwerpunktes. Dies betrifft ausschließlich Kinder mit den Förderschwerpunkten Geistige Entwicklung und Lernen. Kinder mit anderen Förderschwerpunkten werden zielgleich unterrichtet. Das bedeutet: Für sie gelten dieselben Kompetenzerwartungen wie für alle anderen Kinder.

An der Bach-Grundschule werden aktuell Kinder mit den Förderschwerpunkten Lernen, Geistige Entwicklung, Sprache sowie Emotionale und Soziale Entwicklung unterrichtet.

Grundlage der sonderpädagogischen Unterstützung sind Förderpläne, die in multiprofessionellen Teams unter Zuhilfenahme von Lernausgangsanalysen, Lernprozessbeobachtungen sowie Lernstandsüberprüfungen erstellt werden (vgl. Referenzrahmen Schulqualität 2.6.2) und die i.d.R. dreimal im Schuljahr erstellt und evaluiert werden.

Einmal jährlich wird zudem der Fortbestand des Unterstützungsbedarfs überprüft (vgl. AO-SF).

Organisationsformen der sonderpädagogischen Förderung sind:

  • Förderung im Klassenunterricht
    Kinder mit Förderbedarf erhalten individuelles Arbeitsmaterial, z.B. einen Wochenplan, zusätzliches Anschauungsmaterial o.Ä. mit dem sie während des Unterrichts arbeiten können. Außerdem erhalten sie individuelle Unterstützung während einzelner Stunden oder Unterrichtsphasen. Das Material wird gemeinsam von Sonderpädagoginnen und Klassen- bzw. Fachlehrer*innen für die Kinder erstellt.
  • Förderung in der Kleingruppe
    Kleingruppen zur Förderung können klassenintern, klassenübergreifend oder jahrgangsübergreifend gebildet werden. Kinder mit und ohne festgestelltem sonderpädagogischem Unterstützungsbedarf nehmen entsprechend ihres individuellen Entwicklungs- und Leistungsniveaus teil. Dauer und Umfang dieser Organisationsform wird individuell und ggfs. kurzfristig gemeinsam von den Sonderpädagoginnen und Klassenlehrer*innen festgelegt.
  • Einzelförderung
    Mitunter ist es notwendig, dass Einzelförderung stattfindet. Über Dauer und Umfang wird im Einzelfall entschieden.

Kooperation zwischen allen Beteiligten innerhalb aber auch außerhalb der Schule ist zwingend notwendig (siehe Leitsatz E1, E2, F3).

  • Kooperation Klassenlehrer*in – Sonderpädagogin
    Abstimmung über Inhalte, Organisationsformen, Zeit, Austausch individueller Information über einzelne Kinder.
  • Kooperation Eltern – Klassenlehrer*in – Sonderpädagogin
    Ein vertrauensvoller Austausch zwischen Schule und Elternhaus ist unerlässlich, um einem Kind in seiner ganzen Person und Individualität möglichst gerecht werden zu können.
  • Kooperation (Eltern) – Klassenlehrer*in – Sonderpädagogin – Schulleitung
    Fragen, die über das „normale“ alltägliche Lernen hinausgehen, werden in dieser Zusammensetzung besprochen und geklärt. Das betrifft vor allem rechtliche Belange wie Eröffnung eines Verfahrens, ggfs. notwendige Ordnungsmaßnahmen, Entscheidungen über Fortbestand oder Aufhebung des Förderbedarfs oder in Einzelfällen Änderung des Förderorts. Hier kann die Schule jedoch nur beratend tätig sein.
  • Kooperation Klassenlehrer*in – Sonderpädagogin – außerschulische Partner
    Gespräche mit Ärzt*innen, Therapeut*innen, Jugendamtsmitarbeiter*innen sind hilfreich, um das Kind gemeinsam so gut wie möglich in seiner Entwicklung zu unterstützen. Hierfür ist selbstverständlich die Einwilligung der Eltern notwendig.
  • Kooperation Klassenlehrer*in – Sonderpädagogin – Schulbegleiter*in
    Es gibt Kinder, die zur Bewältigung ihres Schulalltags die individuelle Unterstützung durch eine Schulbegleitung benötigen. Darum tauschen sich Klassenlehrer*in, Sonderpädagogin und Schulbegleiter*in regelmäßig aus.