
An der Bach-Grundschule ersetzt die Lernzeit die klassischen Hausaufgaben. Sie ist fest in den Schulalltag integriert und gibt den Kindern die Möglichkeit, an ihren individuellen Lernvorhaben zu arbeiten.
Dabei geht es nicht darum, dass alle Kinder zur gleichen Zeit dieselben Aufgaben bearbeiten. Die Lernzeit soll ihnen ermöglichen, zu üben, zu vertiefen und Verantwortung für das eigene Lernen zu übernehmen.
Eigene Lernziele verfolgen
In der Lernzeit wählen die Kinder – entsprechend ihres Lernstandes und mit Unterstützung der Lehrkräfte – passende Aufgaben und Lernvorhaben aus.
Sie lernen zunehmend,
- eigene Lernziele zu erkennen und zu verfolgen,
- passende Aufgaben auszuwählen,
- selbstständig und konzentriert zu arbeiten,
- bei Schwierigkeiten Unterstützung einzufordern und
- ihr eigenes Lernen zu reflektieren.
So werden neben fachlichen Fähigkeiten auch Selbstständigkeit, Eigenverantwortung und die Fähigkeit, das eigene Lernen zu organisieren, gefördert.
Begleiten statt alleinlassen
Während der Lernzeit werden die Kinder von den pädagogischen Fachkräften begleitet. Sie erhalten Unterstützung, wenn sie diese benötigen, und werden gleichzeitig darin bestärkt, eigene Lösungswege zu finden und zunehmend selbstständig zu arbeiten.
Die unterschiedlichen Lernvoraussetzungen der Kinder werden dabei berücksichtigt. So kann die Lernzeit sowohl zum Üben und Festigen als auch zum Weiterlernen und Vertiefen genutzt werden.
Lernen reflektieren
Ein wichtiger Bestandteil der Lernzeit ist der Blick auf den eigenen Lernprozess. Die Kinder setzen sich damit auseinander, was ihnen bereits gut gelingt, woran sie weiterarbeiten möchten und welche Unterstützung sie dafür benötigen.
Auf diese Weise lernen sie Schritt für Schritt, Verantwortung für ihren eigenen Lernweg zu übernehmen.



