
Jedes Kind im Blick
Kinder bringen unterschiedliche Stärken, Erfahrungen und Lernvoraussetzungen mit. Deshalb gehört individuelle Förderung fest zu unserem Schulalltag. Unser Ziel ist es, jedes Kind in seiner Entwicklung wahrzunehmen, seine Stärken zu fördern und dort gezielt zu unterstützen, wo es Hilfe benötigt.
Grundlage dafür sind die Beobachtung und Diagnostik des individuellen Lern- und Entwicklungsstandes. Daraus werden passende Fördermaßnahmen abgeleitet und regelmäßig überprüft.
Förderung im Schulalltag
Individuelle Förderung findet bei uns nicht nur in einzelnen Förderstunden statt, sondern ist Bestandteil des gesamten Schultages. Je nach Bedarf arbeiten die Kinder im Klassenverband, in Kleingruppen oder zeitweise in Einzelsettings.
Die Förderung kann dabei unterschiedliche Bereiche umfassen, zum Beispiel:
- Lesen, Schreiben und Mathematik
- Sprache und Kommunikation
- Wahrnehmung und Motorik
- Konzentration und Ausdauer
- Arbeitsorganisation und Selbstständigkeit
- soziale und emotionale Entwicklung
Individuelle Lernwege im Unterricht
Individuelle Förderung findet bei uns auch im täglichen Unterricht statt. Kinder unterscheiden sich nicht nur darin, was sie lernen, sondern auch darin, wie und unter welchen Bedingungen sie besonders gut arbeiten können.
In einigen Klassen erproben wir deshalb zurzeit Formen des flexiblen Sitzens und Arbeitens. Dabei sind die Kinder nicht während jeder Arbeitsphase an einen festen Sitzplatz gebunden. Je nach Aufgabe und individuellen Bedürfnissen können unterschiedliche Arbeitsplätze und Arbeitsformen genutzt werden – beispielsweise ein klassischer Tischplatz, ein ruhiger Einzelarbeitsplatz oder ein Platz für die gemeinsame Arbeit mit anderen Kindern.
Die Kinder lernen dabei zunehmend, einzuschätzen, welche Arbeitsumgebung ihnen beim konzentrierten und erfolgreichen Lernen hilft. Klare Regeln und Absprachen geben dabei Orientierung.
Passende Aufgaben für unterschiedliche Lernstände
Auch die Lerninhalte und Aufgabenstellungen werden an die unterschiedlichen Lernvoraussetzungen der Kinder angepasst.
Dazu arbeiten Kinder bei Bedarf mit individuell angepassten Arbeits- und Wochenplänen, die sich an ihrem jeweiligen Lernstand und ihren nächsten Lernzielen orientieren. So können Inhalte beispielsweise noch einmal gefestigt, in kleineren Lernschritten erarbeitet oder durch weiterführende Aufgaben vertieft werden.
Unser Ziel ist dabei nicht, dass jedes Kind zur gleichen Zeit genau das Gleiche bearbeitet, sondern dass jedes Kind passende Herausforderungen erhält und auf seinem individuellen Lernweg Fortschritte machen kann.
Gemeinsam fördern – unser multiprofessionelles Team
Eine besondere Stärke unserer Schule ist die Zusammenarbeit verschiedener Professionen. Neben den Lehrkräften begleiten sozialpädagogische Fachkräfte (SoFas) und multiprofessionelle Teamkräfte (MPT) die Kinder und bringen ihre unterschiedlichen fachlichen Perspektiven in die Förderung ein.
Unsere SoFas unterstützen insbesondere Kinder in der Schuleingangsphase. Sie beobachten und begleiten Entwicklungs- und Lernprozesse und bieten – je nach Bedarf – präventive Förderung im Unterricht, in Kleingruppen oder einzeln an.
Unsere MPT-Kräfte unterstützen die pädagogische Arbeit insbesondere in den höheren Jahrgängen. Sie begleiten Kinder im Unterricht und in Förderangeboten und arbeiten eng mit den Lehrkräften sowie den weiteren pädagogischen Fachkräften zusammen.
Sonderpädagogische Unterstützung
Auch die Sonderpädagogik ist Bestandteil unseres multiprofessionellen Förderkonzeptes. Unsere Sonderpädagogin befindet sich derzeit in Elternzeit.
Unabhängig von personellen Veränderungen bleibt es unser Ziel, notwendige Unterstützungsbedarfe frühzeitig zu erkennen, geeignete Fördermaßnahmen zu planen und die Kinder bestmöglich in ihrer schulischen Entwicklung zu begleiten.
Förderung gemeinsam gestalten
Individuelle Förderung gelingt besonders gut, wenn unterschiedliche Beobachtungen und Erfahrungen zusammengeführt werden. Deshalb stehen die beteiligten pädagogischen Fachkräfte im regelmäßigen Austausch und arbeiten bei Bedarf auch mit Eltern sowie außerschulischen Fach- und Beratungsstellen zusammen.
So entsteht ein Unterstützungsnetzwerk, das den Blick nicht nur auf Schwierigkeiten richtet, sondern vor allem darauf, was ein Kind bereits kann und was es als Nächstes für seine Entwicklung braucht.



